Abschlußfahrt 2011 der 3. Herren nach Köln
Am 15.04.2011 war es wieder so weit. S.....(16) Angler Weddingstedt on Tour !!!
Treffen am Bahnhof um 5.30. Als ich so circa pünktlich ankam, war unser Rechtsbeistand schon da. Ging ja gar nicht, der mußte wohl durchgemacht haben. Was solls. Letzter waren wir ungewohnterweise beide nicht. Dafür hatten wir unseren gummiharten Tischler Meister E..... wie einfach engagiert.
Die 3. Herren des TSV Weddingstedt startete gemeinsam um 5.51 Uhr ihre Fahrt nach Köln.
Dabei stand der Start gar nicht unter so einem guten Stern.
Anfangs hatten wir mit 17 Teilnehmern geplant. Dann fiel unser Pedi mit einem Achillessehnenriß unerwartet aus. Kumpel Jani mußte ebenfalls mal wieder zurückziehen, traf ihn doch die moderne Abwandlung des Luis- Trenker- Klassikers „der Berg ruft“. Soll heißen: Die Schicht ( oder ..... ? ) ruft, und Jani mußte folgen. (Und wir dachten immer, Jani ist der Boss)
Diese Schläge in der Planung mußte dann Reiseleiter Reimer mit seiner bekannten Art und Weise nachverhandeln. Insbesondere wurden Nachmeldungen entgegengenommen und dem jeweiligen Krankenstand angepaßt oder auch nicht.
Daß es hierbei keine Verquickung von Leistungssport und Dorfpolitik gab, war Reimers angeborenem Instinkt für urdemokratisches Verhalten zu verdanken.
Wie dem auch sei. Reimer hatte das Glück des Tüchtigen. Am Reisetag konnte er auf eine Wunderheilung unseres zwischenzeitlich mit Kreuzbandriß verletzten Ersatzmannes Jürgen bauen.
Den Gebeten von Reimer und großen Teilen der Mannschaft war es zu verdanken, daß Jürgen nach anfänglich diagnostiziertem Kreuzbandriß am Tage der entscheidenden Untersuchung attestiert werden konnte:
„Der Kreuzbandriß des Patienten ist geheilt, der Patient hat seit Jahren gar kein Kreuzband mehr.“
Mit solchen Leuten muß man dann los. Dagegen war Münchhausen nen Dorfkomiker.
Nachdem alle ihre Freude über Jürgens Teilnahme bekundet hatten, konnte im Zug Ruhe einkehren. Mit leichtem Zischen ging es durch Hemmingstedt (wir fuhren nicht Dampflok). Die erste Runde wurde auf Geheiß des EB zur Stärkung der Abwehrkräfte geköpft.
Danach erhielt jeder seine persönliche Betreuerkarte, mit Rufnummer des Reiseleiters und Hoteladresse.
Ab HH war das Alkoholverbot aufgehoben. Die Stimmung wurde noch besser. Sexuelle Übergriffe waren selten. Der Reiseleiter überraschte uns mit französisch.
Endlich angekommen, konnten wir unsere Zimmer nur teilweise genießen. Erst 2 Zimmer waren fertig.
Dafür war die Lage des Hotels super: 3 Minuten zum Bahnhof, 2 Minuten zur Pommesbude.
Doch es kam noch viel besser. Dazu später mehr.
Erstmal strömten wir entschlossen wie immer in alle Richtungen und folgten dabei den diversen Reiseleitern. Insbesondere Babyface konnte uns mit seinen weitreichenden Kenntnissen verwirren.
Das war aber nicht weiter schlimm, hatten wir doch das absolute Highlight der Tour vor uns.
Also war Sammeln angesagt oder auf Platt: Kumm ran !!
Wir kurzerhand rein in die S- Bahn und nix läuft. Nun steh da mal in allmählich ausnüchterndem Zustand in nem fremden Land und versteh die Sprache nicht.
Da waren Einheimische dabei, die sind eingestiegen, haben mit dem Kopf gewackelt wie auf großer Tour und sind nach 10 Minuten wieder raus. Angekommen ! Denkste ! Der Zug stand die ganze Zeit. Was für ne Mentalität.
Irgendwann fuhr die Bahn doch los. Am Zielbahnhof angekommen, mußten wir dann nur noch Taxis finden, um nicht 20 Minuten zu Fuß laufen zu müssen. Nach 15- minütiger Taxifahrt waren wir angekommen.
Schumacher- Kartbahn.
Super. Los geht’s. Schnelll anmelden .... und keiner darf fahren. Bis auf unseren Banker, Rechtsbeistand und evtl. den deutschen Beamten (WBM). Irgendwas stand da von „nicht alkoholisiert fahren“.
Naja, nach ner Kola oder nem Eis waren alle wieder nüchtern und los ging es.
Qualifying.
Ein selbst ernannter alter Hase setzte sich durch: Unser Giebelwirt auf eins. Dahinter dicke Dinger. Reiseleiter, Martmo, Opa, EB, Boris .... Und die Audi- Fahrer (WBM, Jensi) ? Abgeschlagen.
Dann das Rennen:
Die Ampeln schalten auf „Grün“. Der Giebelwirt würgt in bester Hausfrauenmanier den Boliden ab. Die rechte Startreihe zieht an den Plätzen 1, 3 und 5 vorbei. Der Kamm schwillt bei Martmo und mir, der Helm paßt jetzt 100- prozentig.
Im Rennen gaben alle alles. Bis auf unseren Rechtsbeistand (der hatte die AGB verstanden) und unseren Fußkranken (bei dem saßen die Bänder wohl zu stramm) zogen alle durch.
Ach so, dann war da noch Dirki, der fuhr wie sonst auch. Hinterher.
Apropos hinterher. Da fällt mir Banker ein. Der war nach dem Hausfrauenstart vom Giebelwirt rechts an mir vorbeigezogen. Nachdem ich ihn dann wieder hatte, klebte der doch die ganze Zeit mit seinem LKW auf der Mittelspur. Wahrscheinlich mochte er nicht über die Rabatten fahren. Nachdem er mich dann das 3. oder 4. Mal in der Innenkurve ausgeblockt und behindert hatte, zogen binnen Sekundenfrist 3 Mann an mir vorbei.
Kommentar hinterher von Meister E..... wie einfach. „Banker, kannst mal sehen, wieviele Leute du hinter dir binden kannst“.
Das Rennen war super. Hinterher gabs ne richtige Auswertung und Pokale für die ersten Drei. Opa vor Martmo und Babyface.
Reimer erreichte Platz 4, Martmo hatte ihn in der letzten Runde ausgehebelt.
EB und Ali erhielten den Titel Pistensau.
Der schlechteste Starter bekam den Hausfrauenpokal: Ne Wäscheklammer oder so !!!
Nach dem Rennen gabs im Rennbahnrestaurant ne Stärkung und was zu essen.
Banker war immer noch schwindelig. Der Giebelwirt durfte Opas Pokal anfassen. Irgendeiner aus dem Grünen Weg konnte wohl noch nicht abschalten und grölte nur: „Zerfetz mir die Bonboniere“. Muttis Bester (WBM) bekam nen Kakao mit viel Kalcium.
Danach ging es zurück zum Hotel.
Dort wurde gleich die grün- rote Kelle eingepackt, damit es endlich mit dem Kolonne- Laufen und Fahren klappte.
Abends hatten wir wieder volles Programm. Es gab meterweise Kölsch. Banker wurde immer zutraulicher. Nachdem unsere Reiseleiter uns weiter durchs Dorf geführt hatten, landeten wir in einer heimeligen Kneipe.
Insbesondere Dirki wirkte sehr interessiert. Seine Augen leuchteten. Ratzfatz hatte er im Sanitärbereich der Kneipe Freundschaft geknüpft (Die Nackenhaare sollen Dirki heute noch hochstehen). Danach ging keiner von uns mehr allein zur Toilette.
Ab jetzt folgten wir wieder unserem natürlichen Instinkt (so um die 30 Jahre) und landeten in einer normalen Disco oder so. Die zwischenmenschlichen Kontakte blühten auf. Banker wurde nach jedem Bier sympathischer und fröhlicher.
Weitere Angaben können zu diesem Abend nicht mehr gemacht werden.
Doch eine noch: Der Dachdecker unseres Herzens verschenkte seine Betreuerkarte an einen netten Herren. Seitdem hatte Reimer angeblich regelmäßig Telefonkontakt und konnte sich die Anrufe in der Heimat sparen.
Die Vernünftigen wie Ali, Phil und der EB brachten sich wieder gegenseitig nach Hause.
Samstag
Am Sonnabend beim Frühstück durfte unser Giebelwirt wieder einmal den Pokal des besten Kartfahrers sehen.
Und schwupp war seine Stimmung wieder top.
Ebenfalls lustig und übermütig waren der WBM und der Reiseleiter in den Tag gestartet.
Standen sie nach dem Frühstück doch beide zusammen (was schon eine Frechheit ist) UNTEN vor dem selben Fahrstuhl und kasperten und alberten. Nach gefühlten 10 Minuten fuhr der leere Fahrstuhl dann nach OBEN, um den erfolgreichsten Ü- 51- Torjäger abzuholen. Dumm gelaufen !! Was will man erwarten, wenn nen Audi- Fahrer dabei ist.
Leicht irritiert tauchte Phili beim Frühstück auf. Blickte er wohl gleich beim Erwachen auf das hübsche Bild einer fremden Frau. Die Auflösung: Jensi hatte ein Bild seiner Freundin mit, damit es nachts beim Abgleich mit Phil nicht zu Verwechselungen kommen konnte.
Wenig später war Treffen vor dem Hotel. Alle waren da, auch Geheimnisträger Martmo samt EB (was in früheren Jahren nicht immer klappte).
Nun konnten wir an den Rhein zur Rheintour aufbrechen.
Ab 12.10 hatte unser letzter Workaholic Wochenende. Handy stumm geschaltet. Auf die Frage, ob er jetzt nur noch ein Vibrieren in der Hose hätte, kam die vielsagende Auskunft: „Nicht mal das, nur noch E..... im Nacken.“
An Bord gabs typische Männergespräche über die Frisuren der Frauen, Toupets und so weiter. Insbesondere Banker kannte sich aus, ich glaub, der wollte mal Frisör werden.
Opa legte kurz nach und erzählte von seinem Dread- Lock- Shampoo speziell für Brusthaare.
Dirki und Jürgen stellten erschrocken fest, daß der Dampfer schneller war als die beiden auf der Kartbahn.
4 bis 8 Bier später war die Stunde auf dem Kutter rum.
Jetzt gegen 14 Uhr begann die Zeit der Wettkönige. An unserem Treff (Pommesbude) wurden die schlimmsten Tips für das Kölnspiel abgegeben. 26 Euro landeten in der warmen Baumwoll- Kasse. HSV- Kumpel Ali wettete nicht mit, evtl. hatte er zu dieser späten Stunde die Regeln nicht mehr ganz verstanden.
(Ob der folgende Teil vor oder nach dem Bundesligaspiel stattfand, konnte bis Redaktionsschluß nicht eindeutig geklärt werden)
Allmählich ging es Richtung Dom. Dort auf dem Vorplatz tobte das Leben. Rikscha- Fahrer boten ihre Dienste an. Das nutzten unsere 3 kleinen Waldelefanten (Andy, Opa, Reimer) und hüpften mit viel „TÖRÖ“ teils zu zweit auf den Fahrradanhänger. Laut Martmo dürfte es die letzte Tagestour der zarten 25- jährigen Fahrerin gewesen sein.
Wahrscheinlich anschließend ging es Richtung Stadion. Damit wir nicht wieder so ein Verkehrschaos wie am Freitag erleben mußten, hatte ich die rot- grüne Kelle mit. Das hat den Schaffnern auf der Hintour mächtig die Arbeit erleichtert.
Vor dem Stadion mußten wir dann noch unsere Reservekarte verkaufen. Opa fand es nicht so toll, wartete er doch auf seinen Freitagabendkontakt (den mit der Betreuerkarte). Dafür hätte Reimer versehentlich (?) fast Jensis Karte verkauft. Ich glaub, der hatte sowieso keine Zeit für das Kölnspiel, mußte wohl noch die SMS- Liste abarbeiten.
Im Stadion blieben wir alle in Stimmung. Bis auf den Giebelwirt (der analysierte noch den Rennverlauf vom Freitag) und Jensi (der hatte sich beim Simsen schon 2 Finger verstaucht). Ungeklärt bleibt, ob Andy zwischenzeitlich kurz zu Boden gegangen war, jedenfalls deuteten die Fußabdrücke auf seinem Rücken darauf hin.
Nachdem Banker das 4. Mal Toni Polster gefordert hatte, gabs für ihn im Stadion kein Bier mehr.
Spiel vorbei, unsere HSV- Fans Dirki und Ali waren unverletzt. Alles lief gut. Nicht ganz, Jensi wurde mit den Ereignissen auf dem Spielfeld nicht fertig. Wahrscheinlich hatte er als Einziger alle 4 Tore und das ganze Spiel gesehen. Und dann kam während des Spiels wohl noch die Freddie- Quinn- SMS : Junge, komm bald wieder. Das hätte uns auch traurig gemacht.
Halt! Einer war richtig gut gelaunt. Wer hatte mal wieder was gewonnen? Wer tipte 1:3 ? Und warum hatte gerade diesmal die Heimmannschaft verloren? Gabs noch nie. Unser WBM als Tipsieger. Typisch! Seit fast 30 Jahren immer die selbe Leier.
Doch es nützte nichts. Die Fahrt ging weiter. Diesmal aber koordiniert. Dafür hatte ich gleich wieder die Kelle rausgeholt, um unseren Troß an den anderen Sicherheitskräften vorbei zu geleiten. Ich durfte nach Belieben „Grün“ oder „Rot“ geben
Wieder im Dorf zogen wir wahrscheinlich Richtung Altstadt. Irgendeiner wollte hier noch so einem Ritter die Forke klauen, gab der aber nicht her.
Nächster Termin:
Abends war große Küche angesagt, mit Termin. Alle rein ins Steakhouse. Alle wieder raus. Zu früh !!
Die Hungrigen gingen noch schnell auf nen Snack auf die andere Straßenseite.
Um 21 Uhr war es soweit. Wieder rein, Laden fast voll. Essen super. Wieder raus.
Außerdem war es da auch zu laut. Opa, Jürgen und Detert schnatterten wie die Eiderenten (optisch wie die Graugänse)
Die Hungrigen gingen hinterher noch schnell auf nen Burger auf die andere Straßenseite. Die Krönung war unser dicker Kreisläufer. Als der WBM ihn mahnte: „Du willst doch abnehmen“ kam nur die knappe Rückmeldung: „Das kann ich alleine entscheiden“. Zack, und die 3 Burger waren weg.
Danach ging es weiter Richtung Kölsch. Die Gebrechlichen mußten zeitig nach Hause. Bei Meister E ..... wie einfach klingelte dann auch schon um 24 Uhr das Telefon. „Schläfst du schon ?“. Wie denn, klingelte ja andauernd. Um kurz nach 1 Uhr gings schon wieder los. Da brauchte wohl jemand in Weddingstedt nen Möbeltischler, ne Tür soll geklemmt haben.
Den Kommentar von Phili besprechen wir nur bei einem Karton Oldesloer.
Irgendwann war Kinderbettzeit.....und der WBM hatte KEINEN auf seinen Tiperfolg ausgegeben. Kann er ja beim Osterball nachholen.
Die harten Jungs vom Bau (Mauer- Bauer, Dach- Bauer, Schiffbauer und Bauer- Jung) hielten natürlich länger durch.
Sonntag:
Am Sonntag beim Frühstück durfte unser Giebelwirt nochmal den Pokal des besten Kartfahrers sehen.
Und schwupp war seine Stimmung wieder top. Das hielt bis Borgholz vor.
Gegen 10 Uhr verabschiedete sich Jensi dann Richtung Porta Westfalica. Leider etwas früh, ansonsten hätten wir alle mit nem Taschentuch winkend am Bahnsteig gestanden.
Um 11 Uhr war allgemeines Treffen vor dem Hotel. Plötzlich grölte der Reiseleiter: „Was ist diesmal anders ?“
„Ich bin schon da“, hallte es zurück.
Nachdem auch Babyface Boris auftauchte, ging es los. Wir wollten den Ort mal nüchtern erkunden. Ab zum Frühschoppen.
Lange Rede, kurzer Sinn. Ratzfatz war es 14 Uhr, die Rücktour begann.
Als in HH unser Reiseleiter Reimer den Schaffner fragte, ob man bei stehendem Zug auf Toilette dürfe, wurde es Zeit für die Heimkehr.
Die Tour nach Heide war dann auch etwas ermüdend. Reimer forderte wie in jedem Jahr absolute Vollmacht. Die Opposition stimmte wie in jedem Jahr in weiten Teilen zu. Mobbing wurde mit sofortiger Wirkung eingestellt :-). Die Vorbereitung auf den Osterball konnte beginnen.
Selbst bei Opa war buchstäblich die Luft raus, was er auch nicht leugnen konnte.
Abschließend wollen wir uns nochmal alle bei Reimer für die tolle Tour bedanken.
Euer EB
EB