Spielbericht der Begegnung:

MTV Heide I : 3. Herren



### Neuer Glanz, rotes Glück und ein bisschen Pech: Die Dritte im Pokalfieber

Heide, Samstagabend, Pokalspielzeit. Während andere schon aufs Sofa wechseln, zieht es Weddingstedts Dritte lieber in die Sporthalle – schließlich ging es nicht um den Pokal, sondern ums Wesentliche: Spielpraxis, Spaß und die Einweihung der funkelnagelneuen roten Trikots. Mit dabei: die Sponsoren Roeder IT, Itzehoer Versicherungen Lasse Rathjens und natürlich Hauptsponsor D&V Versicherungen – an dieser Stelle ein aufrichtig herzlicher Dank für den modischen Glanz auf dem Spielfeld.

Nun zum Spiel: Zugegeben, die erste Halbzeit verlief ein klein wenig im „Snooze-Modus“. Der MTV Heide legte los wie die Feuerwehr, während Weddingstedts Dritte offenbar noch die Bedienungsanleitung für die neuen Trikots suchte. Nach etwa 15 Minuten und einem deutlichen Rückstand wurde dann endlich der Wecker gestellt. Ab da zeigte das Team Herz, Freude und puren Teamgeist, wie man ihn nur in Weddingstedt findet.

Besonders auffällig: Torhüter Fabian Wendt, der Mitte der ersten Halbzeit eingewechselt wurde und fortan eine Parade nach der anderen zeigte. Was er halten konnte, das hielt er – und manchmal sogar, was eigentlich unhaltbar war.

Vorne klopfte das Wurfpech an: Harmen Thamling traf gefühlt öfter den Pfosten als mancher den Ball bei der Siegerehrung. Auch Michael Lübbecke durfte sich in die Pechstatistik eintragen, trotz seiner sieben Tore. Aber Hand aufs Herz – wäre alles reingegangen, hätte ja niemand mehr über die Spannung gesprochen.

Von der Bank aus sorgte Coach Marco Schulz mit Engagement, Charme und vielleicht ein bisschen innerem Adrenalin dafür, dass die Truppe den Kopf oben behielt. Sein Coaching: laut, leidenschaftlich und immer mit einem Augenzwinkern.

Am Ende stand ein 22:35 auf der Anzeigetafel – was aber niemanden in Weddingstedt wirklich störte. Denn das Ziel war klar: Spielpraxis sammeln, Abläufe testen und sich zusammen auf die kommenden Ligaspiele einstimmen. Und das gelang.

Fazit: Das Ergebnis war Nebensache, der Teamgeist jedoch erstklassig. Die Dritte zeigte, dass Pokalspiele auch dann Spaß machen, wenn man sie als Trainingslager mit Zuschauerbeteiligung betrachtet. Und wer weiß – mit ein bisschen weniger Pech am Pfosten und noch einer Portion „Wachheit“ aus Halbzeit eins könnte das nächste Spiel schon ganz anders aussehen.


Eingetragen von:

Harmen Thamling, 02.11.25 - 19:08 Uhr